Der EV Ravensburg hat in der Landesliga Bayern das Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck mit 5:3 und anschließend auswärts in Ottobrunn mit 5:2 gewonnen. Mit dem Sechs-Punkte-Wochenende hat der EVR für ein Finale um die Playoff-Teilnahme in der Gruppe A gesorgt, wie es spannender kaum sein könnte.

Der SC Reichersbeuern auf Platz acht ist nur noch zwei Punkte entfernt. Sogar Forst und Ottobrunn könnte der EVR noch abfangen. Die Entscheidung fällt eventuell schon im Auswärtsspiel am Freitag in Fürstenfeldbruck, spätestens aber am Sonntag im Nachholspiel zu Hause gegen Bad Aibling.

Gegen Fürstenfeldbruck setzte Dominik Fehr bereits in der 2. Minute mit einem Knaller an die Unterkante der Latte ein Ausrufezeichen. In der 8. Minute wurde der Angriffsschwung des EVR belohnt, als Philipp Heckenberger per „Bauerntrick“ das 1:0 erzielte. Ins zweite Drittel erwischte der EVR mit dem 2:0 durch Steffen Kirsch bereits nach 30 Sekunden einen Start nach Maß.
Danach stand der Abschnitt im Zeichen von Gästestürmer Mathias Jeske, der dem EVR fast im Alleingang das Leben schwer machte. In der 23. Minute ließ man ihn bei Überzahl der Gäste vor dem Tor sträflich allein, was zum Anschlusstreffer führte. In der 26. Minute erhöhte erneut Heckenberger auf 3:1. Knapp eine Minute später war Jeske mit dem neuerlichen Anschlusstreffer zur Stelle.
Fehr stellte in der 32. Minute den alten Abstand wieder her. Als in den letzten Sekunden des zweiten Drittels alle bereits auf die Pausensirene warteten, wurde Jeske lang angespielt. Er ließ eiskalt Torhüter Davis Zvejnieks aussteigen und schob zum 4:3 ein. Es standen noch 0,7 Sekunden auf der Uhr.
Im letzten Drittel war der EVR darauf bedacht, die Gäste und vor allem Jeske vom eigenen Tor fernzuhalten. Die Entscheidung fiel in der 57. Minute durch Jonas Mikulic mit dem 5:3 in Überzahl. Als der EVR zwei Minuten vor Schluss eine Strafe kassierte, zog Fürstenfeldbruck den Torhüter. Richtig spannend wurde es bei vier gegen sechs Feldspielern nicht mehr. Der EVR hatte mehrfach den sechsten Treffer auf dem Schläger.
Strafen: EVR 12, Fürstenfeldbruck 12

Mit den drei Punkten gegen Fürstenfeldbruck war klar, dass der EVR in Ottobrunn seine Chancen um die Playoffs wesentlich verbessern könnte. Jonas Mikulic krönte nach dem entscheidenden Treffer im Heimspiel seine starke Leistung an seinem vorerst letzten Wochenende für den EVR mit dem Führungstreffer in der 9. Minute. Artem Klein glich nur eine Minute später aus. Steffen Kirsch erzielte in der 17. Minute in Überzahl die erneute Führung, die sich der EVR nicht mehr nehmen ließ.
Mit seinem zweiten Tor im Powerplay erhöhte Steffen Kirsch in der 34. Minute auf 1:3. Mit der Effizienz im Überzahlspiel, bislang nicht eine Ravensburger Stärke, entschied man in der 42. Minute das Spiel. Heckenberger traf zum 1:4. Ottobrunn verkürzte in der 54. Minute auf 2:4 und nahm in den Schlussminuten den Torhüter vom Eis. Eric Bergen traf zum 2:5 ins Leere Gehäuse.
Strafen: Ottobrunn 12, EVR 12