Der EV Ravensburg hat sich mit zwei Siegen im Rennen um die Playoff-Plätze zurückgemeldet. Einem überraschenden 9:6 beim Tabellendritten Germering folgte ein souveränes 9:0 zu Hause gegen Ottobrunn. Nach über einem Jahr Verletzungspause gelang Philipp Heckenberger ein Bilderbuch-Comeback mit wichtigen Toren in beiden Spielen. Der EVR bleibt zwar Tabellenletzter, ist aber bis auf sechs Punkte an Platz acht herangerückt.
In Germering schien das Spiel den erwarteten Lauf zu nehmen. Die Gastgeber führten schnell mit 2:0 und antworteten auf den Anschlusstreffer des EVR in der 11. Minute durch Marco Gutekunst kurze Zeit später mit dem 3:1. Philipp Heckenberger eröffnete in der 25. Minute die Aufholjagd. Maxim Kessler glich nur eine Minute später aus. Gleichmäßig verteilt gab es auf beiden Seiten Strafzeiten, aus denen die Gastgeber in der 38. Minute mit der erneuten Führung Kapital schlagen konnten. Der EVR glich in der Schlussminute des zweiten Drittels durch Daniel Kern erneut aus.
Das Schlussdrittel begann mit der erneuten Führung für Germering. Nur 19 Sekunden danach schoss Jonas Mikulic das 5:5. Nun drehte sich das Spiel. Kern schoss den EVR in der 49. Minute erstmals in Führung. Zwei Strafzeiten gegen Germering nutzte der EVR in der 55. Minute optimal. Zunächst traf Steffen Kirsch bei doppelter Überzahl, dann Jonas Mikulic bei noch einem Mann mehr auf dem Eis. Mit 5:9 war das Spiel entschieden. Germering gelang erst in der Schlusssekunde das sechste Tor.
Strafen: Germering 18, EVR 16
Im Heimspiel gegen Ottobrunn sah es zunächst nicht nach einem Schützenfest aus. Die Gäste hatten anfangs die klareren Chancen. Dann kam Philipp Heckenberger. Er nahm in der 16. Minute vom Bullykreis aus Maß und jagte die Scheibe halbhoch ins lange Eck. Marco Gutekunst war eine Minute später zum 2:0 erfolgreich.
Im zweiten Drittel hielt Ottobrunn zunächst dagegen. Erneut gelang dem EVR zur richtigen Zeit ein Treffer. In der 26. Minute passte Tim Reiner auf Maxim Kessler. Dieser hatte freie Schussbahn zum 3:0. Nun hatte der EVR das Spiel im Griff. Ilja Katjuschenko, Robin Böhm und Robin Prätz erhöhten bis zur zweiten Pausensirene auf 6:0.
Das Schlussdrittel glich phasenweise einem Schaulaufen. Marco Gutekunst, Steffen Kirsch und Jonas Mikulic schraubten das Ergebnis auf 9:0 nach oben. Der Ehrentreffer für Ottobrunn wäre möglich gewesen. Doch Davis Zvejnieks parierte alles, was aufs Tor kam, und verdiente sich den ersten Shutout dieser Saison. Den zehnten EVR-Treffer verpasste kurz vor Schluss Ludwig Valenti, dessen Schuss Torhüterin Johanna May parierte.
Strafen: EVR 2, Ottobrunn 10
Trotz des Erfolgs bleibt der EVR Letzter der Gruppe A, da Fürstenfeldbruck gegen Forst gewonnen hat. Damit haben sich die Chancen der Ravensburger aber eher noch verbessert. Gegen Fürstenfeldbruck, das nur einen Punkt Vorsprung hat, spielt der EVR noch zwei Mal. Am Freitag kommt zunächst Germering nach Ravensburg.
