Mit zwei Stunden mehr Eiszeit hätte der EVR auch den vierten Stern erreicht

Der EV Ravensburg ist auch für die Saison 15/26 mit drei Sternen zertifiziert worden. Der EVR konnte sogar seine in den fünf Kategorien erzielten Punkte von 136 auf 143 steigern. Der Zuwachs kommt aus dem Bereich U 17. Sowohl bei der Kadergröße als auch bei der Zahl der Spieler, die aus dem Verein stammen, konnte der EVR die Vorgaben erfüllen.

Bitter: Hätte der EVR zwei Stunden mehr Training für die U 17 und könnten alle Heimspiele des Teams in Ravensburg ausgetragen werden, hätte der EVR sogar den vierten Stern erreicht. Der Vereine hätte höhere Zuwendungen aus dem „Reindl-Pool“ des DEB erhalten, die Towerstars hätten sich die Ausgleichsabgabe für den fehlenden Stern am Standort erspart.

Nach wie vor ist der EVR bei den Trainingszeiten für die Jugendteams Schlusslicht unter allen DEL 2-Standorten. Bei den Spielen der U 17 ist der Vereine auf Hilfe aus der Nachbarschaft angewiesen. Ohne Unterstützung durch den EV Lindau und durch die Stadtwerke Lindau, die dem EVR Eiszeiten bereitstellen, wäre eine DNL II nur schwer möglich.

Hinter den Kulissen laufen seit Wochen die Vorbereitungen für die kommende Saison. Auch dabei stehen die Zertifizierungskriterien im Blick. Der zweite Stern für den Bereich U 13/15 wurde nur sehr knapp erreicht. Der EVR kam genau auf die erforderliche Mindestpunktezahl. Ein Nachteil für den EVR ist, dass viele Konkurrenzstandorte mittlerweile in den beiden Altersklassen zweite Mannschaften an den Start schicken können.

Der EVR hätte genügend Kinder und Jugendliche. Mangels Eiszeiten ging es in der abgelaufenen Saison genau in die entgegengesetzte Richtung. Die U 11B musste aus dem Spielbetrieb des bayerischen Verbandes genommen werden und spielt nun in der freien, aber vom BEV nicht anerkannten Vorarlberg-Runde. Da die dringend erforderlich zweite Fläche unverändert nicht in Sicht ist, muss der EVR auch in der kommenden Saison versuchen, mit Kooperationen einigermaßen über die Runden zu kommen.